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Follow the white rabbit.

Ansatz für meine Arbeit war die Frage, was Realität ist und wie sie sich durch die neuen Technologien verändert, die immer stärker das beeinflussen wollen, was wir als real wahrnehmen. Die Grenzen zwischen anaolg und digital, realer und veränderter Welt verschwimmen.
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Hier kommt ein Buch ins Spiel, welches als Klassiker der fantastischen Kinderliteratur, wenn nicht als Klassiker der Fantastik gilt: Alice im Wunderland.
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Das Mädchen stolpert in einen psychedelischen Traum und der Autor Lewis Carroll zeigt, das die Grenzen zwischen Traum und Realität bei Kindern noch fließend sind. Alice sagt selbst irgendwann: My reality is just different from yours.
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Sie folgt dem weißen Kaninchen in ein absurdes Wunderland, in dem jeder irgendwie verrückt erscheint. Die Reise durch das Kaninchenloch, welches den Eingang markiert, ist rasant, schnell und unfassbar. Und so geht es für Alice dann im skurrilen Wunderland weiter und weiter.
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Meine Bilder nehmen das Prinzip der unterschiedlichen Realitäten auf, sind manchmal schnell, manchmal langsam entstanden und zeigen die Welt aus verschiedenen Perspektiven, wurden zum größten Teil mit zukunftsweisenden Technologien (lt. Experten, Gartner Hype Cycle) nutzenden Apps erstellt.
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Die verschiedenen Darstellungsebenen der Realität werden dabei wie folgt genutzt:
1.2D Fotos und Collagen
2.Internet
3.Augmented Reality/Virtual Reality
4.3D
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Durch die Kombination der einzelnen Techniken entstehen auch Hybridformen. Insgesamt ändere ich die Welt, wie es mir beliebt mit Apps, die vorgeben, etwas anderes aus der Welt zu machen und doch nur eine oberflächliche Veränderung zulassen.
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Der prognostizierte Einfluss auf die Welt ist aus meiner Sicht eher ein Ausblick ins Absurditätenkabinett mit grotesken, teilweise animierten Skeletten und Tigern, die platziert werden können, aber sich nicht wirklich in die Bilder integrieren und so digitale Fremde in der „realen“ Welt bleiben. Sind das nur Vorboten oder werden sie zu Relikten einer Zeit, die ihre Visionen nicht verwirklichen konnte?
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Abstrakte Fotografien von Seife und Badebomben werden als Metapher eingesetzt für etwas, das nicht greifbar ist, das wegrutschen kann, das reinigen und klären soll, in der Art der Abbildung der Interpretationen der letzteren Begriffe aber entgegenspricht.
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Das Hinzufügen einer Typoebene produziert weitere Verflechtungen. Dabei gehe ich den Fragen, die Alice sich und anderen stellt, nach und integriere sie in die Bilderflut.
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Es entstehen bedeutungsvolle Verbindungen und philosophische Fragen, die von mir unbeantwortet und dem Betrachter überlassen bleiben.
Ebenso werden Zitate aus dem Buch von Lewis Caroll so-wie Songfragmente und von allem inspirierte eigene Texte verwendet, die sich mit der Realität auseinandersetzen und den Betrachter herausfordern.
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 Atem.
Ein Buch mit 643 Seiten von Claudia Mai
Das Projekt wurde begleitet von Ulrike Brückner

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