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HUMAN — Annika de Fries

HUMAN

Im Alltag kommt es oft vor, dass unsere Gedanken um unser eigenes Körpergewicht kreisen. Doch gerade im öffentlichen Raum kommt es immer wieder vor, ob bewusst oder unbewusst, dass wir auch über das Gewicht und die Statur anderer urteilen. Das was von der ge-sellschaftlichen Norm abweicht, zu dick oder zu dünn, wird meist mit negativen und verächtlichen Blicken betrachtet ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, woher diese Gefühle überhaupt kommen. Mit meiner Posterserie möchte ich den Betrachter zu kritischem Denken und Selbstreflexion anregen, ohne ihn dabei zu sehr in eine Richtung zu drängen. Manche mögen sich durch meine Illustrationen auch in Ihren schlechten Gedanken bestätigt sehen, auch das ist völlig legitim.
Die Poster bringen etwas in den öffentlichen Raum was Teil unserer Gesellschaft ist und schon immer war, vor dem aber gerne die Augen verschlossen werden. Durch die Platzierung an verschiedenen Geschäften und/oder Fast-Food Restaurants werden nicht nur einzelne Personen, sondern auch große Konzerne und die Repräsentation von menschlichen Körpern in Medien angeprangert.
Die Illustrationen zeigen simplistisch und verzerrt dargestellte Figuren, die durch Verbindung mit Textelementen eine humorvolle Tragik entwickeln.
Das Projekt zeigt auch eine persönliche, künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema.
Die Posterserie zeigt mehr weibliche als männliche Personen. Bodyshaming ist noch immer größtenteils auf Frauen gerichtet, lässt sich aber bei allen Geschlechtern in der Gesellschaft finden. Diese ungerade Verteilung wollte ich auch in meiner Posterserie deutlich machen, ohne mich nur spezifisch auf Frauen zu konzentrieren. Beurteilungen und Verurteilungen des Körpergewichts sind ein Problem aller Geschlechter.

Insgesamt sind für das Projekt 8 illustrationen entstanden.
Annika de Fries Fachhoschule Dortmund, “Das ungleiche Paar”, WiSe 20/21
Betreut von Katharina Gschwendtner, Lars Harmsen

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