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Poster und Posterausschnitt

Club Raum / Jana Kastrup

Ein Streifzug durch die Nacht, ein Tanz bis in den Morgen. Vorbei der Rausch von Musik, Licht, Leben. Was laut war, ist nun leise. Räume, so müde wie die Menschen, die sie verlassen haben, als der Tag erwachte. Mit klaren Sinnen sehen wir, was übrig bleibt.

Wir beobachten, analysieren, beurteilen und vergleichen mit dem harten Blick der Nüchternheit. Und doch können wir erahnen, was war und wieder sein wird. Wir suchen die Spuren, die uns zurückführen. Wir spüren den Reiz, der die Faszination ausmacht, aber auch die Melancholie des Abschieds. Und wissen, es wird ein Wiedersehen geben.

Ein Buch in Vinylform zeigt den Raum, der uns zum Tanzen bringt. Nackt, unvernebelt und doch mit seltsamem Charme. Wir sezieren ihn in seine Einzelteile und fühlen seine Leere. Interviews und Facebook-Texte lassen erahnen, was passiert, wenn er zum Leben erwacht. Sie geben Anhaltspunkte auf seine Identität, sein Publikum. Die Melodie, die erklingt, bevor alles still wird, bildet dabei den grafischen Rahmen und konzentriert relevante Informationen in einer einzigen Form, die doch mehr offene Fragen aufwirft, als sie letztendlich beantwortet. Sie lässt erkennen, dass der Rausch der Nacht durch harte Fakten nicht greifbar wird und der Logik verborgen bleibt. Gefühl wird niemals Verstand sein.

Interspace / Julian Graf

Ausgehend von der Tatsache, dass ich selber sehr viel mit dem Zug unterwegs bin, entwickelte ich ein Buch, dass genau über diese scheinbare Veränderung im Raum handelt. Interessant hierbei war für mich zum einen der Aspekt , dass es sich hierbei um zwei Orte handelt. Der Zug selber, der sich als ständig verändernder Bereich zeigt: Passagiere steigen ein und aus, setzen sich hin und stehen auf, bewegen sich umher, oder warten stillschweigend auf ihren Zielbahnhof.

Bei dem zweiten Raum handelt es sich um die gesamte Umgebung, in der sich der Zug bewegt, also die Strecke zwischen Start und Ziel. Auch dieser verändert sich permanent, ganz einfach durch die Tatsache, dass sich der Zug durch diesen Raum bewegt.

Egal durch welche Landschaft man fährt, welche Fahrgäste sich im Zug befinden, was sie machen und sagen, alles vermischt sich nach nur kurzer Zeit zu einem einzigen Brei aus Vergessenem und Desinteresse. Um dieses Gefühl zu vermitteln entschloss ich mich dazu, mein Buch aus zwei Teilen zusammenzusetzen. Der Außenraum wird durch Langzeitbelichtungen der vorbeirauschenden Landschaft visualisiert, die sich durch die gesamte Arbeit ziehen. Die unscharfen, rauschähnlichen Bilder verdeutlichen die Unendlichkeit und Monotonie der Fahrbewegung. Zur Darstellung des Innenraums verwende ich kleine, nur wenige Seiten umfassende, Einzelhefte, die das Buch durchziehen. Diese befassen sich mit den verschiedenen Aspekten und Ereignissen der Fahrt, wie etwa verwaschene Abbilder der Fahrgäste oder Gesprächsfetzen. So bilden sie ein nicht ganz deutliches Geflecht aus Vergessenem und Erinnerungen.

Urban Confusions / Benedict Graf

Zu dem Thema «Zwischenraum» habe ich mich mit dem Prozess der Wahrnehmung, insbesondere der Orientierung bzw. Desorientierung auseinandergesetzt. Die Arbeiten bilden durch das Verschmelzen zweier Räume neue Kompositionen, welche auf den ersten Blick miteinander harmonieren, bei intensiverer Betrachtung jedoch eine gewisse Desorientierung hervorrufen. Durch Wiedererkennung und Abgleichung mit Vorerfahrungen wird das Wahrgenommene verstanden und die Grundlagen für Reaktionen gestellt, welche wiederum zur Handlung führen.

Entspricht das Ergebnis des Wahrnehmungsprozesses nicht der Realität, obwohl die Wahrnehmungskette störungsfrei arbeitet, spricht man von einer Wahrnehmungsstörung.

In der Arbeit „urban confusions“ wird das Schaufenster als gewöhnliches, urbanes Element durch Hinzufügen von falschen Spiegelungen in einen anderen Kontext gesetzt. Eine Täuschung entsteht, ausgelöst durch eine Störung im Stadium der Wiedererkennung.

Die diese Arbeit umfassenden Zwischenräume, verdeutlichen dem Betrachter eine Erfahrung und bieten die Möglichkeit, eine Situation selbstständig zu interpretieren, wodurch die Wahrnehmungsstörung bzw. Desorientierung individuell hervorgerufen wird.

Der Örtliche / Vanessa Macholz

Homage an die Telefonzelle. Entstanden ist ein Buch mit Telefonzellengeschichten, Fotos, Telefongesprächen und Telefonkritzeleien, gedruckt auf Telefonbuchseiten.

Improvisiertes Leben / Silja Mende-Kamps, Bianka Abel

Portrait einer Dortmunder Hausgemeinschaft

 

Interspace Seminar von Ulrike Brückner

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