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UMWELTSÜNDER UND DIE NACHHALTIGKEIT — Leonie Sauerland

Viele Unternehmen schmücken sich mit Nachhaltiger Werbung und überspielen dabei den Schaden, den sie wirklich mit Ihren Produkten oder ihrer Dienstleistung anbieten. Kunden haben deshalb ein gutes Gefühl, wenn sie zum Beispiel bei Ikea oder Saturn einkaufen. Wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der wir das Verhältnis zur Produktionskette und den Bezug zum Ursprung des Produktes weitestgehend verloren haben. Da ist nur logisch, dass die meisten Menschen Ihren eigenen ökologischen Fußabdruck nicht einzuschätzen wissen. Der Anreiz günstige Produkte vorzuziehen ist gerade für Menschen mit kleinem Budget groß. Ein günstiges T-Shirt zum Preis von 4 Euro anzubieten ist aber beispielsweise nur möglich, wenn Umweltstandards und soziale Vorgaben nicht, oder nur bedingt eingehalten werden. Gerade in der Modeindustrie bedeutet der Wunsch nach immer neuer Kleidung häufig auch eine Wertschöpfungskette, die aus sozialer und umweltverträglicher Sicht nicht vertretbar ist. Welche Geschichte hinter einem so günstig angebotenen T-Shirt steckt, nehmen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher nicht wahr. Viele Unternehmen schmücken sich trotzdem mit dem Begriffen, wie „Nachhaltigkeit“ und „Umweltschutz“. Dieses sogenannte „pinkwashing“ ist eine Strategie in der die Unternehmen ein durchweg positives Produkt vorgeben. Nur die wenigsten sind dabei wirklich nachhaltig.

Ein gutes Beispiel für diese Praxis ist das Unternehmen Nestle – Nespresso: Die Firma macht Werbung für Kaffeekapseln, die nach dem Gebrauch recycelt und für den Bau von Autos oder Fahrrädern eingesetzt werden können. Doch obwohl die Idee gut und moralisch wertvoll ist, kann das Unternehmen die Konsumenten nach dem Kauf nicht mehr bestimmen und so auch keine Wiederverwertung der Kapseln garantieren. Nur wer selbstständig und richtig recycelt kann zum Erfolg der Idee beitragen.

Mit dem Projekt soll auf diese Umweltsünden aufmerksam gemacht und den Leuten aufgezeigt werden, was die Industriegiganten verschleiern wollen.

Das Projekt befasst sich mit der Printwerbung von den Großkonzernen. In diese Werbung wird ein kritischer Text zu dem Unternehmen eingeläsert, dass somit das eigentliche Printprodukt zerstört. Die Zerstörung des Heftes verkörpert dabei die Umweltsünde des Unternehmens.

Design: Leonie Sauerland

Betreut von Prof. Lars Harmsen

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