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ich bin da

Automatisierte Kommunikation, ausgelöst durch einen Herzschlag (ich bin da) und dokumentiert in einem Tumblr-Blog.

Im Rahmen des Internet of Things verlagert sich die Kommunikation vom Menschen zu Dingen. Damit werden diesen eindeutig identifizierbaren Objekten menschliche Eigenschaften und auch eine gewisse (künstliche) Intelligenz zugesprochen. Sinn dieser durch die immer kleineren Rechnereinheiten (Miniaturisierung und Preisverfall) möglichen „intelligenten“ Gegenstände soll die Unterstützung des Menschen sein. Man spricht auch vom Internet 4.0 und der nächsten industriellen Revolution. Durch die intensive Kommunikation wird eine Unmenge von Daten (als Teil von Big Data) produziert, die sich in Teilen auch über die reale Welt legen (Augmented Reality).

Diese Automatismen (Algorithmen) müssen zunächst programmiert werden, bevor sie sich verselbstständigen können. Genau hier setzt mein Projekt an: Ich erzeuge Trigger, die dann zu einer automatisierten Kommunikation führen und so das System sowohl beschreiben als auch kontakarieren und vorführen.

Startpunkt ist die Aussage, die jeder Social Media Kommunikation zugrunde liegt, ausgelöst durch den menschlichen Herzschlag: Mein Herz schlägt, also bin ich da.

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Die Messung des Herzschlags mit Arduino Boad und Pulse Sensor löst einen Tweet aus.

 

Durch die Messung des Herzschlags über den Amped Pulse Sensor, der dieses Signal an eine Arduino Plattform weitergibt, wird ein Tweet mit dem Inhalt „ich bin da“ ausgelöst. Ein Signal aus der realen Welt wird in die virtuelle Welt gesendet. Man verbindet sich mit anderen und möchte dazu gehören, indem man Signale aussendet über Twitter, Facebook und Co und so auch in gewissem Maße gegen Einsamkeit ankämpft. Auf diese Aussage der Existenz werden dann automatische Reaktionen erzeugt.

Schaltzentrale ist dabei die Plattform ifttt.com, eine Automatisierungssoftware, die Webservices miteinander verbindet. Über diese wird festgelegt, wo die Kommunikation stattfindet, was sie auslöst und wie sie sich verbreitet. Bei if this then that (ifttt.com) können Rezepte für 77 Webservices (Channel) eingerichtet werden. Ca 40 davon werde ich nutzen. Dabei wird die komplette Aktion auf einem Tumblr-Blog dokumentiert, der hier zur Metapher wird für menschliche Kommunikation im Netz.

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Tumblr-Blog, der scheinbar menschliche Kommunikation zeigt.

 

Inhalte der Kommunikation werden auch automatisch generiert, über verschiedene Webseiten und Software erledigen dies Algorithmen. Genutzt werden Webseiten, die automatisch Gedichte erzeugen, Suchergebnisse basierend auf dem ursprünglichen Tweet „Ich bin da“. Siri und Dragon Dictate können diese Texte ergänzen und verändern – Maschinen zeigen dabei die Möglichkeiten und Grenzen ihrer künstlichen Intelligenz (M2M Kommunikation).

Durch die unterschiedlichen Trigger und Rezepte verselbstständigt sich die Kommunikation und wird unkontrollierbar und durch die Festlegung von Zufalls- und Störfaktoren nicht mehr vorhersehbar, analog einer Kettenreaktion.

Auf den Tweet folgen E-Mails, Facebook Posts, Tweets, Blogeinträge, Standortbestimmungen, Bookmarks, abhängig vom Wetter, von der Tageszeit, der Reaktion anderer Services. So entsteht eine scheinbar menschliche Kommunikation.

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Beispiele genutzter Webdienste: Generierung von Gedichten auf der Basis von Liedtexten (Google-Eingabe: ich bin da) / Konkordanzanalyse der Liedtexte / ausgelöster Tweet / Eingabemaske Worte.at

 

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Übersicht einiger automatischer Webservice-Verknüpfungen (if this then that // ifttt.com).

Diese automatischen Verknüpfungen ändern sich ständig und sind unkontrollierbar durch die Festlegung von Zufalls- und Störfaktoren. Bisher sind mehr als 48.000 Posts entstanden, die hier mit Hilfe von Gephi (interactive visualization and explorating platform for all kinds of networks) visualisiert wurden.

 http://ichbinhierundda.tumblr.com/

Wohin wollen wir eigentlich? / Seminar von Ulrike Brückner: Ein Projekt von Claudia Mai, 7.Semester

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Alex Böcker, Lea Müller & Rebecca Schell, Mia Pflieger, Dominik Kirsch

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