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BINTJE Corporate Design von Lisa Seuster

Pommes werden stets vernachlässigt und oft zur einfachen Beilage degradiert. Dieses ungesehene Potential wollte ich mit einer neuen Idee zum Vorschein bringen und ein innovatives Konzept entwickeln. Entstanden ist ein Corporate Design für das Pommes Atelier BINTJE bei dem die Pommes im Vordergrund steht und endlich die Aufmerksamkeit bekommt die sie verdient.

BINTJE ist weit entfernt von einer klassischen Imbissbude. Durch das Angebot vieler kreativer Kombinationen verschiedenster Zutaten entspricht es eher einem kulinarischem Atelier. Alles ist hausgemacht und wird frisch zubereitet. Verwendet wird nur die Kartoffelsorte „Bintje“, die sich mit ihrem gelblichen Fleisch und dem cremig milden Geschmack optimal für die Herstellung eignet. Frittiert wird zweimal, nach der bekannten und beliebten belgischen Art. So werden die Pommes außen knusprig und innen weich. Verändert wird diese Art der Zubereitung durch die Verwendung von Pflanzenöl statt Rinderfett.

Der Gast kann mit Hilfe von Bestellkarten und der Bedienung sein Lieblingsgericht individuell zusammenstellen. Gewählt werden kann zwischen diversen Beilagen, Toppings und Saucen. Das Angebot passt sich den Jahreszeiten an und so findet man regelmäßig Spezialitäten der Saison auf der Karte. BINTJE lädt zum Verweilen ein und bietet ein entspanntes und exquisites Ambiente, wodurch es sich deutlich von der Konkurrenz abhebt.

Die Liebe zum Detail findet sich nicht nur in den Speisen, sondern auch im gesamten Corporate Design wieder.
Typografisch habe ich mich zum einen für die Monument von Mathieu Desjardins entschieden. Sie ist 2018 erschienen und trifft dadurch den aktuellen Zeitgeist. Besonders überzeugt hat mich das eigensinnige „J“. Einen schönen Kontrast dazu schafft die Serifenschrift Academica die ursprünglich 1967 von Josef Tyfa entworfen wurde und 2006 von Frantisek Storm aktualisiert wurde.

Farblich wirkt die Kombination vom tiefen grau und dem warmen Papierton sehr edel. Im gesamten Design habe ich auf ein sattes Schwarz verzichtet, da dies sehr hart und schwer wirken kann. Leicht abgeschwächt wirkt der Ton weicher und der Kontrast auf einem hellen Untergrund ist angenehmer für das Auge. Um BINTJE auch optisch von der Konkurrenz abzuheben, welche primär auf Schwarz-Weiß-Gestaltung setzt, habe ich ein zartes Blau-Grau ergänzt. Dazu reduzierte Details in Gold, die an die leckeren goldbraunen Pommes erinneren und zugleich das Gesamtbild veredeln und abrunden.

 

BINTJE
Food Brand – Vom Konzept bis zur Marktreife
Bachelorarbeit von Lisa Seuster

Repros: Janina Brandes

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