Über die Aufarbeitung familiärer NS-Vergangenheit zwischen Erinnerung, kollektivem Schweigen und historischer Realität.
»Opa Ecki – Der blinde Fleck« ist ein dokumentarisches Buchprojekt über die nationalsozialistische Vergangenheit der eigenen Familie. Das Projekt nähert sich der Biografie des Großvaters des Autors als verdrängtem Teil der Familiengeschichte und zugleich als exemplarischem Spiegelbild der Dissonanz zwischen familiärem Narrativ und den nüchternen Fakten. Persönliche, dokumentarische und analytische Perspektiven sowie historische Originalfundstücke aus einer eingelagerten Erinnerungskiste verbinden sich zu einer vielschichtigen Spurensuche.
Das Buch zeichnet den Lebensweg von Heinz Wilhelm Eckhardt chronologisch von seinem Geburtsjahr 1924 bis zum Kriegsende 1945 anhand der verbliebenen Dokumente so detailliert wie möglich nach. Durch den Einsatz von leichtem, durchscheinendem Papier überlagern sich Feldpostbriefe, Ausweise und Seiten aus persönlichen Fotoalben und übersetzen so die Suche und den Prozess des allmählichen Erkennens. Zusätzliche Informationen und die Transkripte der originalen Feldpost helfen dabei, die vorliegenden Dokumente einzuordnen. Unterschiedliche Papiersorten, eingeschobene Halbseiten, die mit einer Spiralbindung zusammengefasst werden, machen den Buchkörper als physisches Archiv zum unmittelbaren Teil der Erzählung.
MAED, Kurs Book—Book—Book, Prof. Lars Harmsen





























