Frustrationsmaschine
Sterre Mentink

Die Arbeit thematisiert das Spannungsfeld zwischen Hoffnung, Zufall und Frustration. Ausgangspunkt des Projekts ist der klassische Greifautomat, wie man ihn aus Spielhallen oder Einkaufszentren kennt. Dort versuchen Spielerinnen mithilfe eines mechanischen Greifarms ein Kuscheltier oder einen Gewinn zu ergattern – meist mit ungewissem Ausgang. Das mögliche Scheitern ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des Spiels. Die Installation überträgt dieses Prinzip auf die Idee des Schenkens. Geschenke sind häufig mit Erwartungen, Enttäuschungen und emotionalen Spannungen verbunden. In der Frustrationsmaschine versuchen die Besucher*innen, ein Geschenk zu greifen. Obwohl die Möglichkeit besteht, das Objekt tatsächlich zu erreichen, bleibt die Wahrscheinlichkeit bewusst sehr gering. Dadurch entsteht ein Moment zwischen Hoffnung und Kontrollverlust.
Besonderer Bestandteil der Arbeit sind die Greifarme selbst: Diese bestehen aus Stiften, die während des Greifprozesses Spuren auf der Oberfläche hinterlassen. Jede Bewegung der Maschine wird somit zeichnerisch dokumentiert. Aus dem Versuch des Greifens entsteht gleichzeitig eine fortlaufende Zeichnung, die die gescheiterten oder erfolgreichen Aktionen sichtbar macht.
Die Arbeit verbindet spielerische Interaktion mit performativer Zeichnung und untersucht, wie Frustration, Zufall und Begehren gestalterisch erfahrbar gemacht werden können. Die entstandenen Zeichnungen fungieren dabei als sichtbares Archiv der Handlungen und Emotionen der Teilnehmenden.

Tabea Marks
Lia-Charleen Langer

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