„Einer der profiliertesten Bühnenbildner seiner Generation. Seine Raumgestaltungen für Oper, Schauspiel, Tanztheater und Ballett verweigern oft jeden szenischen Realismus und werten den Bühnenraum zum eigenständigen Sinnträger auf.“ DDB 2017
Vom Bühnenraum zur Raumbühne
Zwischen Algorithmus und Imagination
Wie verändert sich Theater, wenn Bühne und Zuschauerraum verschmelzen? Sebastian Hannak zeigt anhand seiner Arbeiten, wie seine Raumbühnen neue Erfahrungsräume schaffen und welche Rolle digitale Werkzeuge dabei spielen. Der Vortrag lädt dazu ein, Szenografie als offenen, experimentelles Medium neu zu denken.
Mit der Auflösung der klassischen Guckkastenbühne entstehen multiperspektivische Erfahrungsräume, in denen Publikum, Darstellende und Raum in ein dynamisches Verhältnis zueinander treten.
Szenografie wird dabei als forschende Praxis verstanden, die neue Formen künstlerischer Prozesse untersucht um neue Formen der Wahrnehmung, Narration und Partizipation hervorzubringen. Anhand seiner Arbeiten zeigt Hannak, wie sich der theatrale Raum verändert, wenn sowohl Bühne und Zuschauerraum als auch Algorithmus und Imagination miteinander verschmelzen.
Anhand von Beispielen wird zudem dargestellt, wie Virtual- und Augmented Reality, Künstliche Intelligenz und Screens das ästhetische Erlebnis erweitern. Als Ergebnis steht ein Theater als offener, wandelbarer Raum, das sich stetig neu formiert und immer wieder andere Erfahrungsweisen ermöglicht, wie er anhand seines Theaterneubaus INTERIM von 2025 zeigt.
From Stage to Spatial Performance
Between Algorithm and Imagination
How does theatre change when the stage and the auditorium merge? Drawing on his own work, Sebastian Hannak demonstrates how his spatial stages (“Raumbühnen”) create new spaces for experience and what role digital tools play in this process. The lecture invites us to rethink scenography as an open, experimental medium.
With the dissolution of the classical proscenium stage, multi-perspective experiential spaces evolve in which the audience, performers, and environment enter into a dynamic relationship with one another.
Scenography is understood in this context as a research-based practice that explores new forms of artistic processes to generate new forms of perception, narration, and participation. Drawing on his work, Hannak demonstrates how theatrical space evolves when both stage and audience, as well as algorithm and imagination, converge.
Examples also illustrate how virtual and augmented reality, artificial intelligence and screens expand the aesthetic experience. The result is a theatre as an open, transformable space that constantly reformulates itself and continually enables new ways of experiencing, as demonstrated by his new theatre building INTERIM from 2025.